Tag 2 (Teil 1)

Voller Elan verließen wir morgens unsere super tolle Unterkunft bei Bobby in Inverness! Wir hatten an diesem Tag viel vor! Schafften alles und noch mehr als geplant. Und dennoch waren wir die ganze Zeit über bester Laune und von Schottland begeistert. Aber fangen wir von vorn an.

Scottish Breakfast

Warm eingepackt und mit ausreichend Wasser und den Black Pepper Oatcakes bewaffnet machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Inverness. Unsere erste Station sollte ein Café namens „So Coco“ sein. Es liegt in der Nähe des Inverness Castles, welches unser erster Sightseeing Stop an diesem Tag sein sollte. Die Einrichtung sah jetzt nicht besonders aus, dennoch ließen wir uns von TripAdvisor hinlotsen. Und wir wurden definitiv nicht enttäuscht!

An der Theke bestellten wir unser Essen, obwohl das wohl nicht notwendig gewesen wäre. Man hatte eine große Auswahl an verschiedenen Menüs, von deftig bis süß, von klein bis groß und vieles mehr! Natürlich auch viele Süßspeisen und Gebäck an der Theke. Die Spezialität des Hauses war wohl Schokolade, leider hatten wir keine Zeit diese zu genießen, dennoch – was wir ausgesucht hatten war einfach nur lecker!

Ich bin normalerweise kein so großer Fan von fettig am Morgen. Vorallem nicht von Baked Beans und Sausages! Aber hey, man war nicht in Schottland ohne ein Scottish Breakfast gegessen zu haben. Außerdem hatten wir uns viel vorgenommen, daher brauchten wir etwas, dass uns ordentlich stärken würde.

Wer sich gleich fragen wird: Was bitte ist denn so anders an einem scottish breakfast im Vergleich zu einem english breakfast? Berechtigte Frage! Antwort: im full scottish breakfast gibt es noch das Black Pudding. Dieses ist im full english breakfast nicht vorhanden. Und was ist jetzt Black Pudding? Antwort: eine Art Blutwurst die mit Hafergrütze oder Hafermehl schnittfest gemacht wird. (Ich habs nicht probiert, da ich Blutwurst nicht mag…)

Zuerst teilten wir uns ein Crossaint. Sakura und ich waren beide schon in Frankreich – aber dieser Crossaint! Es war einfach nur himmlisch! Warm und unglaublich lecker! Angetan von dem Crossaint war ich bereit auch das schottische Frühstück zu essen. Erst zögerlich probierte ich von der Wurst und dem Rest. Entgegen meinen Vorstellungen war es mehr als nur lecker! Es war sehr schmackhaft und gar nicht so grauenhaft wie ich immer dachte, ich war aber auch sehr froh keine baked beans essen zu müssen, denn die, da bin ich mir sicher, hätte ich nicht vertragen.

Inverness Castle

Gestärkt und glücklich machten wir uns auf den Weg zur Burg, die unweit des Cafés auf einem Hügel thronte. Ist man erst oben, kann man die Aussicht vom Burghof genießen. Möwen dürfen in Schottland natürlich auch nicht fehlen. Der Burghof ist kostenfrei.

Wenn euch das Innere der Burg oder die Aussichtsplattform nicht interessiert, dann ist es den Eintritt nicht wert. 5 £ kostet der Eintritt und beinhaltet auch eine Broschüre in der gewünschten Sprache. Es gibt nur wenige Zimmer zu besichtigen, die eher kleinen Vernissage Räumen ähneln als einem Museum. Im ersten Zimmer gibt es einen Fernseher der einem etwas über und um Inverness, seinen Kanälen und historischen Gebäuden berichtet. Ein Stockwerk höher ist ein Raum läuft ebenfalls ein Film der von einer Legende erzählt. Außerdem steht dort ein Rabe mit einem Glöckchen. Er lässt es läuten, wenn ihr ihm eine Münze spendet.

Das Innere der Burg ist wirklich nicht sehr spannend. Aber die Aussichtsplattform hat es schon in sich. Man hat von dort oben einen perfekten Überblick über die ganze Stadt! Die Wendeltreppe wird durch eine Glaskuppel vor Wind und Wetter geschützt. Daher kann man auch bei schlechtem Wetter einen Blick hinaus werfen – Allerdings nur auf der Treppe. Natürlich kann man die Aussicht bei gutem Wetter besser genießen, dann kann man auch drumherum laufen. Allein für diese Aussicht haben sich die 5 £ gelohnt! Findet ihr nicht auch?

Stadtmitte & Falcon Square

Noch immer voller Energie machten wir uns auf den Weg zum einzigen Shoppingcenter der Stadt, dem Eastgate. Denn von dort aus fuhr unser Bus direkt zum Culloden Battlefield, unserem eigentlichen Ziel. Dazu aber im nächsten Eintrag mehr – viel mehr.

Erst ging es durch die Stadt an dem „The Caledonian“ vorbei. Dem ehemaligen Sitz der Caledonian Bank. Heute beherbergt das Gebäude ein Fast Food Restaurant „The Caledonian“ mit relativ mäßiger Bewertung. Irgendwie komisch, denn das Gebäude sieht so gar nicht nach Fast Food aus. Vielleicht fragt ihr euch gerade warum Caledonian? Caledonia ist der lateinische/keltische Name für Schottland.

Direkt in der Ecke zur Burg steht außerdem das Rathaus, welches Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Viele Informationen gibt es über das Rathaus nicht. Nur dass dort 1921 die britische Regierung das erste Mal eine Sitzung außerhalb Londons abhielt. Anscheinend kann man das Rathaus auch besuchen, allerdings waren wir uns nicht sicher, daher haben wir es gelassen. Von Außen sieht das viktorianisch-gotische Gebäude auf jeden Fall sehr eindrucksvoll aus. Es wurde auch erst kürzlich renoviert.

Unser Weg führte uns schließlich zum Falcon Square in dessen Mitte eine Statue von einem Einhorn steht. Ansonsten hat dieser Platz nichts spektakuläres, außer die einzige Shopping Mall in Inverness. Das Eastgate ist zwar groß, wirkt aber irgendwie fehl am Platz und etwas leer. Wir haben nur eine schnelle Runde gedreht. Ich habe einen kurzen Stop bei Starbucks eingelegt und dann sind wir an unsere Bushaltestelle, unweit vom Eastgate. Übrigens hilft euch Googlemaps dabei die richtige Linie zu finden und die Schotten sind auch sehr hilfsbereit!

Nach etwas Verwirrung und einer halben Stunde waren wir dann im richtigen Bus – auf ins nächste Abenteuer! Und was das für ein Abenteuer war! Culloden Battlefield ist nicht ohne Leute! Immer schön Oatcakes einpacken in Schottland!

Davon demnächst! Stay tuned.

Eure Shizuka 静

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