Thailand 2017 – Day six

Tag 6 – Koh Lipe

Es sollte unser erster voller Tag im Paradies sein – entpuppte sich dann doch als mittelschwere, glimpflich ausgegangene Katastrophe. Eine Hotelkatastrophe, die mit einer wilden Flucht mit all unseren sieben Sachen auf einem Truck mitten in der Nacht in ein anderes Hotel endete. Aber fangen wir von vorne an: zuerst war der Morgen im Paradies angebrochen und wir hatten noch einige Stunde bevor alles den Bach runter ging…

Der erste Morgen im Paradies

Nach der langen Reise und der langen Nacht am Vortag schaffte ich es doch irgendwie morgens noch zum Frühstück zu erscheinen. Die Sonne schien durchs Blätterdach als ich mich auf den Weg zur Seaside Terrasse machte und lachte mir dann noch vom Meer her ins Gesicht. Der Tag fing einfach wunderschön an. Schaut euch hierzu einfach nur die Bilder an und schwelgt darin. Wie sollte es noch perfekter sein?

Mein Omelett wurde mir frisch gemacht an den Tisch gebracht und während wir unser Frühstück genossen hörten wir den türkisen Wellen zu und ließen uns von der Sonne küssen. Yup – so schön war es!

Nach dem Frühstück wollte ich unbedingt runter ans Meer – um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr was die anderen dann gemacht haben, sie waren jedenfalls nicht bei mir.

Ich verbrachte meinen Tag größtenteils am Sunset Beach und ließ es mir gut gehen. Der Strand lag direkt unterhalb unseres Resorts und es war kaum etwas los. Perfekt für mich! Schwimmen, Meerestiere entdecken und nerven, ein bisschen Sonnen, schlafen und Cocktails schlürfen. So sah mein Tag aus. Irgendwann bekam ich dann doch Hunger und einer von Svens Freunden hatte sich zu mich gesellt.

Das Abendessen

Man könnte auch übertreiben und den Titel in „Das letzte Abendmahl“ umschreiben… denn nach dem Abendessen ging alles den Bach runter. Wordwörtlich.

Von Svens Freund erfuhr ich, während wir auf unser Essen warteten, dass Sven im Krankenhaus war. Warum man mir das erst beim Abendessen sagen wollte? Damit mein Tag nicht gestört wurde und ich mir keine Sorgen machen würde… Er versicherte mir, dass alles wieder gut sei und Sven auch schon wieder auf dem Weg ins Resort sei. Auch wenn ich es sehr aufmerksam von Ihnen fand, war es doch schon beunruhigend und ich hätte es gerne eher gewusst.

Wie ein schlechtes Omen fing es nach dem Abendessen auch direkt an wie aus Eimern zu regnen. Sinnflutartige Regenfälle waren mir nicht neu und meine Eltern hatten kurz vorher ähnliches erlebt. Bei Ihnen war es sogar zu Hochwasser auf der Insel gekommen.

Die Flucht

Im Resort angekommen suchte ich natürlich als erstes Sven auf. Er berichtete mir dann was am frühen Mittag vorgefallen war. Als er in der Dusche in seinem Bungalow am Hang stand gab eines der Holzbretter unter ihm nach. Er rutschte bis zum Gesäß herunter und schlürfte sich am Bein auf. Das an dem Bein war nicht einmal das Schlimmste. Er hatte noch aus Deutschland eine Wunde die nicht richtig verheilt war und riss sich diese dabei wieder auf. Dass es nur eine Holzplatte war, war sein Glück, hätten alle nachgelassen wäre er den Hang hinabgestürzt, und der Hang war nicht gerade sehr flach.

Der Resortmanager entschuldigte sich natürlich und behob den Schaden mit einer provisorischen Platte. Sven ging dann ins ambulante Krankenhaus auf der Insel und ließ dort alle Wunden behandeln – alles ging glimpflich aus.

Und ja. das war noch nicht alles… Spät am Abend, ich saß auf meiner Veranda und hatte meinen Laptop angeschlossen um ein bisschen an meinem Blog zu arbeiten (auch wenn ich von den Mücken aufgefressen wurde…) hörte ich plötzlich einen Schrei. Dann kurzes Gefluche und dann noch einen Schrei. Beim zweiten Mal war ich aufgesprungen und habe nach Sven gerufen, denn es hörte sich ganz nach ihm an. Bevor ich zum ihm gelangt war, waren die anderen schon dort. Er war wieder durch zwei Platten gebrochen. Diesmal an der Brücke zwischen Hangzimmern und dem festen Untergrund.

Andere Resortbewohner waren ebenfalls herausgekommen und halfen Sven auf. Der Hotelmanager wurde gerufen und wir beanstandeten den Zustand der Holzplatten. Natürlich verlangten wir, dass meine Freunde, die am Hang wohnten umquartiert werden würden. Dennoch waren alle Bungalows des Resorts auf Stelzen gebaut, es wäre also nicht viel anders gewesen, außer dass der Fall durch den Boden kein so tiefer wäre.

Der Manager erdreistete sich außerdem zu sagen, dass aufgrund des Gewichts von Sven, es abzusehen war, dass er durchbrechen würde. – Wenn es für Ihn so absehbar war, WIESO hat er Sven dann überhaupt aufgenommen bzw. an den Hang einquartiert?! Man sollte außerdem anmerken, dass diese Holzplatten aus gepresstem Holz bestanden – das sieht man auf den Bildern sehr gut.

Ich wollte unser Geld zurück, doch er hatte nach einigen Anrufen ein anderes Hotel im Zentrum der Insel für uns organisiert, und weigerte sich daher auch nur einen Penny zurückzuzahlen. Sein Argument war, dass das neue Hotel deutlich teurer sei. Wir waren ziemlich verzweifelt und wussten überhaupt nicht wo was und wie, daher nahmen wir das Angebot an und dann ging alles ganz schnell. Mitten in der Nacht sollten wir unsere Sachen packen und auf einen Truck laden. Auch wir kletterten auf den Truck, bevor unsere holprige Fahrt ins Dunkle ging, denn zuerst mussten wir durch den Dschungel um in die Stadt zu gelangen. Dabei fühlte ich mich, als wären wir auf der Flucht.

Ich wollte diesem Resort eigentlich sofort eine schlechte Rezension schreiben und war mir fast sicher, dass ich das auch über Agoda getan hatte… doch anscheinend hatte ich es bisher einfach vergessen. Jetzt 5 Jahre später ist es zu spät. Wer weiß ob sie aus ihren Fehlern gelernt haben und renoviert haben. Sicher ist jedoch, dass ich dort nicht mehr einchecken werde.

Soviel zu unserer mittelschweren Katastophe… Immerhin war das neue Hotel in Ordnung, wobei mir die Lage nicht sonderlich gefiel. Aber dazu beim nächsten Mal mehr!

Wie hättet Ihr euch in einer solchen Situation verhalten, oder wie hättet ihr das ganze gehandhabt?

Eure Shizuka

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