Thailand 2017 – Day seven & eight

Tag 7 & 8 – Koh Lipe

Nach unserem fluchtartigem Umzug ins Zentrum, konnten wir endlich etwas entspannen und das Inselleben genießen. Ich ging auf Entdeckungstour und genoss die ruhigeren Orte der von Koh Lipe, verpasste aber auch nicht einmal mit den anderen ein wenig Party zu machen – wo doch unser Hotel direkt neben einer Cocktailbar gelegen war.

Zentrum

In der „Stadt“ von Koh Lipe gibt es alles was man für einen Inselaufenthalt benötigt – mit mehr Bars. Alles ist schön bunt und die Straße ist sehr gut befestigt. Als wir dort waren, sogar sehr neu, wie es schien. Der Weg der Walking Street ist komplett geteert und in einem blau angemalt. Ansonsten fand ich es schon sehr auf Touristen ausgelegt und nicht wirklich einheimisch. Der große Supermarkt auf der Insel ist klimatisiert und bietet sogar importierte Snacks – teilweise auch aus Deutschland. Biegt man aber ein und läuft ein paar Schritte außerhalb der gepflasterten Wege, scheint es, als würde man eine andere Welt betreten. Manchmal ist diese nicht schön und voller Müll (Thailand hat ein großes Müll Problem, welches auf den Inseln immer wieder sehr deutlich wird, wenn man mal hinter die Kulissen schaut.) aber dafür sehr authentisch und – frei? – kann man das so sagen?

Ich fühle mich auf solchen Hauptwegen die sehr „ausländerfreundlich“ gestaltet sind, immer etwas eingezwängt oder gezwungen. Ich habe nichts gegen Touristenplätze – immerhin bin ich selbst Touristin und nutze auch viele Annehmlichkeiten die solche Orte mit sich bringen. Aber ich verreise ja nicht, um Cocktails zu trinken, die auch zu Hause trinken kann oder Pizza und Pasta zu essen und wild Party zu machen, sondern um Neues zu entdecken, auszuprobieren und die Kultur und die Menschen kennenzulernen.

Abseits

Nachdem ich die Walking Street hinter mir gelassen hatte, kam ich in eine Gegend die nach der alten „Walking Street“ aussah. Hütten säumten den ungeteerten Weg und luden ein dort einzukehren und Cocktails zu schlürfen. Allerdings sahen die Hütten ein wenig verwahrlost aus, denn das Leben spielte sich eher weiter im Zentrum ab. Touristen sah ich immer weniger, je weiter ich südlich lief. Irgendwann hörten dann auch die Bars auf und mehr Hühner kreuzten meinen Weg. Die Vegetation wurde auch immer wilder und der Müll wurde immer mehr. Irgendwann sah ich auch einige Aluunterkünfte der Einheimischen und auch Wohnkomplexe in denen wahrscheinlich Hotelangestellte wohnten, denn unweit davon entdeckte ich ein großes Resort.

Ich war wohl von der Rückseite des Resorts eingetreten, denn es gab einen kleinen traditionellen Schrein am Hintereingang und ein großes Tor. Leider auch jede menge Müll, weswegen ich mir sicher war, dass es der Hintereingang sein musste.

Maricilla Beach

Man läuft im Resort natürlich über einen geteerten Weg um an den Strand zu gelangen. Dieser kurze Strandabschnitt ist besonders geschützt, da er einige Korallen beherbergt. Ich war schon etwas überrascht, da ich nicht wusste, dass die Insel so nah am Strand ein kleines Korallenriff besaß. Im Wasser waren sogar einige Aufpasser und auch Abgrenzungen, damit man nicht aus versehen auf die empfindlichen Korallen tritt. Auch wenn das Riff nur sehr klein ist, lohnt es sich, seine Taucherbrille auszupacken und mal drüber zu schwimmen. Man kann sogar an ihnen vorbeilaufen, so nah sind sie am Strand.

Mir gefiel der Maricilla Beach so sehr, dass ich ihn zwei Tage hintereinander besuchte. Es war dort nicht so viel los und allgemein sehr angenehm, da es keine Bars sondern nur Resorts dort gab. Wie ein kleiner privater Strand. Sehr zu empfehlen!

Sunrise Beach

Läuft man dann in den Norden kommt man direkt vom Maricilla Beach auf den Sunrise Beach, der sich über 1,8 km erstreckt. Er ist weniger touristisch als der Pattaya Beach, beide Strände sind durch die Walking Street verbunden, aber auf dem Sunrise Beach hat man eher seine Ruhe. Der Strand ist sauber, hat weißen Pudrigen Sand und ist wirklich sehr schön. Es befinden sich einige Bars, Restaurants und Tauchschulen dort, sodass es einem sicher nicht langweilig werden wird. Ich lief außerdem an einigen einfachen Bungalows vorbei, die vermietet werden, aber aussahen als seien sie verlassen worden. Vielleicht weil wir außerhalb der Saison dort waren? Wer also ruhige Strände mit allerlei Annehmlichkeiten und wenig Budget hat, der wird hier sicher fündig.

Dass das Lichterspektakel bei Sonnenauf oder -untergang wunderschön ist, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Die Bilder sagen mehr als tausend Worte!

Essen auf der Insel

Auf Koh Lipe, bekommt man alles was man möchte – auch europäisches essen. Die großen Fastfood-Ketten konnte ich allerdings nicht auf der kleinen Insel finden, aber die braucht man dort auch nicht. Das Essen ist sehr gut aber man sollte bedenken, dass auf einer Insel vieles importiert werden muss. Das spiegelt sich natürlich auf den Preis wieder. Verhungert oder verdursten wird man hier allerdings nicht.

Und wo Touristen sind, da fließt der Alkohol. Koh Lipe ist gerade noch so an der Grenze zur Partyinsel. Es gibt viele Ecken an denen es sehr ruhig zu geht und dann gibt es das Zentrum, an dem viel getrunken und getanzt wird. Man kommt also auf dieser kleinen Insel voll auf seine Kosten, wenn man denn den langen Weg hierher auf sich nehmen möchte.

Eine wirklich schöne Insel mit wunderschönen Stränden! Aber würde ich nochmal hin wollen? – Wahrscheinlich nicht, denn die anderen Inseln die ich in diesem Urlaub in 2017 besucht habe, waren für mich interessanter und schöner. Aber ich bin froh dort einmal gewesen zu sein!

Lest bald wohin es für mich als nächstes ging!

Bis bald!

Eure Shizuka

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