Tag 1

Pünktlich um 13:35 Uhr Ortszeit landeten wir auf dem Suvarnabhumi Airport in Bangkok. Der Suvarnabhumi Airport ist der gerade mal 11 Jahre junge Hauptflughafen Bangkoks und trägt die Abkürzung BKK. Nun, 11 Jahre sind nicht gerade wenig, aber ich kann mich noch sehr gut an den „alten“ Flughafen Don Mueang erinnern. Um ehrlich zu sein, finde ich den älteren immer noch besser als den neuen. Das liegt weniger an der Schönheit, sondern eher am Flair. Meine Mutter sagt immer, wenn sie über den Suvarnagbhumi Airport spricht: „Ich mag den nicht, der ist mir zu kalt!“ Was sie damit meint, sind die Stahlträger und die Decke, die aussieht wie eine Plane, sodass der Flughafen wie ein Zelt wirkt. Lange weitläufige Strecken muss man in diesem riesigen Komplex auf sich nehmen. Oft sind aber Laufbänder installiert, sodass man nicht den ganzen Weg vom Gate oder zum Gate laufen muss. Verirren kann man sich bedingt in dem Komplex… vor allem wenn man hungrig ist und nach einer besseren Alternative als den Fastfood-Ketten sucht – aber mehr davon ein andermal.

Flughafenluft

Nachdem man sich durch die Menschenmenge aus dem Flugzeug rausgequetscht hat und der Masse, oder den Aushängeschildern gefolgt ist, kommt man an eine große Halle. Passkontrolle und Einreisekontrolle. Wie im Post zuvor (Thailand Diary – Day Zero) muss man genau hier, seine Immigration-Card sowie seinen Pass vorzeigen. Stellt euch aber darauf ein, dass eine sehr sehr lange Schlange auf euch wartet. Geduld ist hier gefragt! Danach kommt man allerdings direkt zur Gepäckausgabe.

Übrigens, für die die schon mal nach Asien geflogen sind, es eine Abgrenzung am Gepäckband gibt? Sie soll die Wartenden daran erinnern nicht direkt vor dem Band zu stehen und somit anderen den Blick und den Weg zu ihrem Gepäck zu versperren? Jedes mal… Absolut jedes mal regt es mich auf, wenn ich zurück in Deutschland bin und dieses Band nicht vorhanden ist… Nichts ist nerviger sich durch wartende Menschen zu drängen nur um seinen Koffer vom Band zu nehmen. UND zu versuchen den Koffer nicht einem Wartenden auf den Fuß zu stellen, weil sie direkt vor dem Band stehen… Echt nervig, oder nicht?

Jedenfalls haben wir dort nicht nur auf unsere Koffer gewartet, sondern auf eine Freundin die von China nach Bangkok geflogen kam um mit uns weiterzureisen. Es hat alles super geklappt, sodass wir nicht lange warten mussten und direkt zum Taxistand gehen konnten. (Das ist ein bisschen gelogen… mit einer großen Gruppe zu reisen erweist sich immer als etwas schwieriger und langwieriger als wenn man nur zu zweit oder gar alleine reist ^^“)

Auf dem Weg in die Innenstadt

Da der Flughafen Bangkoks zu den größten in ganz Asien bekannt ist, muss natürlich auch die Infrastruktur stimmen um die Millionen von Touristen jedes Jahr vom Airport in die Innenstadt zu befördern. Gleichzeitig wurde aber auch darauf geachtet, dass die Abgassituation sich nicht weiter erhöht. Ich weiß noch, wie es vor ca. 15 Jahren war und man nur mit Masken durch die Innenstadt gehen konnte, da sich Bangkok unter einer Abgasglocke befand. Viele Taxen sind deshalb auf Gas umgestiegen, sodass die Kofferräume etwas kleiner geworden sind. Dennoch sind die Taxifahrer darauf erpicht alle Koffer unterbringen zu können – zur Not eben auch auf den Beifahrersitz angegurtet.

Neben den Umrüstungen an den Fahrzeugen selbst wurden die Lizenzen für Taxifahrer limitiert und die Taxistände am Flughafen für die Passagiere erleichtert. Daher muss man nur an einen Schalter gehen und eine Nummer ziehen und dann zu eben jener Parknummer gehen, wo das Taxi bereits wartet. Das verhindert lange Wartezeiten für Taxifahrer und auch Tourist.

Gebt dem Fahrer den Namen eures Hotels. Manchmal googeln sie erst danach und rufen dort an um nach dem Weg zu fragen, da Bangkok sehr viele Hotels besitzt und man die unmöglich alle kennen kann. (Und wenn sie alle ähnliche Namen tragen.)

Leider muss ich sagen, dass die Preise  vom Flughafen aus für Touristen meist auf eine Pauschale beruht. 500 Baht sind relativ normal vom Flughafen in die Innenstadt. Auch zurück wird meistens eine Pauschale berechnet anstatt das Taximeter anzuschmeißen. Das ist leider normal, denn als Tourist zu versuchen zu verhandeln… und das in Bangkok ist ein schwieriges Unterfangen. Dennoch ist es immer noch günstiger als in Deutschland – also noch verkraftbar.

Die Fahrt in die Innenstadt geht über den Highway. Das positive an der Pauschale ist, dass auch die Mautgebühren damit abgedeckt sind. Die belaufen sich aber auf ca. 60 Baht pro Fahrt vom Flughafen in die Stadt. Wenn man nicht gerade in den Stau gerät dauerte die Fahrt ungefähr 45 Minuten.

Übrigens, wenn man nicht zufrieden mit dem Taxifahrer war, oder etwas im Taxi vergessen hatte, sollte man sich die Nummer des Fahrers merken. Die Lizenz ist immer gut sichtbar im Taxi angebracht. Solltet ihr keine Lizenz sehen, dann solltet ihr nicht mit dem Taxi fahren!

Lehnt auch immer ab, wenn die Fahrer euch fragen ob ihr nicht lieber zu einem bestimmten Shop fahren wollt damit sie einen Coupon für das Benzin oder Gas bekommen! Das ist reine Zeitverschwendung für euch! Die meisten fahren euch zu irgendeinem Schneider oder Juwelier damit ihr euch deren Produkte anschaut… Einfach hartnäckig bleiben und Nein sagen! Nächstes Taxi oder Tuk Tuk nutzen! (Diese Masche ist vor allem bei Tuk Tuk Fahrern bekannt.)

Ankunft im Hotel

Der Flug und die Ankunft waren schon ziemlich anstrengend, besonders wenn man davor noch gearbeitet hat und eine Menge Fragen von den Mitreisenden beantworten musste. Daher war ich froh endlich im Hotel angekommen zu sein. Das Hotel hatte ich ganz normal aus dem Internet herausgesucht. Für mich war wichtig, dass es Zentral (Pratunam), sauber und günstig war. Das Chang Siam Inn hatte alles was ich brauchte. Außerdem hatte mein Bruder wenige Monate zuvor, auf meine Empfehlung dort eine Woche verbracht und war sehr begeistert. Die hauseigene Wechselstube hatte die besten Kurse in Bangkok – noch ein großer Pluspunkt.

Wie auch Tokyo hat Bangkok einer Menge „zentrale“ Stadtteile. Es kommt daher ganz darauf an was ihr gerne machen wollt. Die Khao San Road ist bspw. die Hochburg für Backpacker mit vielen Bars und günstigen Hostels. Pratunam hingegen ist bekannt für den Nachtmarkt und die Nähe zu all den großen Shoppingmalls. Und genau dort kannte ich mich bestens aus.

One night in Bangkok

Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel wollten alle die Stadt erkunden. Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich fertig und wollte nur was essen gehen. Aber ich wollte ja kein Spielverderber sein! Also zogen wir los.

Kaum um die Ecke gelaufen rannte ich auch direkt in den nächsten 7-Eleven Shop, von denen es gefühlt in jeder Straße mindestens zwei gab. Um was zu kaufen? Genau! Meinem Lieblingsgetränk „Oishii – Greentea“. Anders als in Japan – Gesüßt. Seit Jahren ist dies schon fast eine Tradition in unserer Familie. Das erste was wir kaufen ist meist genau dieses Getränk. (Gibts zwar auch in Deutschland…  aber dafür sehr teuer. Zwischen 1,50 – 2,30 € pro Flasche. In Thailand sind es gerade mal 30 Baht = 0,77 €. Und das Feeling ist auch anders.)

Ein Eck weiter und wir befanden uns mitten an einem Streetfood Platz. Bobby ist sehr probierfreudig und hat uns eingeladen alles an diesem Platz zu kaufen und zu probieren. Es war klar, dass das zu viel war… Das Dessert schafften wir dann gar nicht mehr.

Die Thais sind unglaublich freundlich, daher habt keine Scheu sie zu fragen was es ist. Die meisten können zumindest gebrochenes Englisch oder sogar mehr. Vieles wird aber auch ausgestellt, sodass ihr eine Ahnung bekommt wie euer Essen aussehen könnte. Essen und Trinken ist aber generell sehr günstig in Thailand – solange ihr Thai-Gerichte esst und nicht unbedingt in Luxus Restaurants geht. Ein Streetfood Hauptgericht wie ihr es auf den Fotos seht, kostet umgerechnet durchschnittlich 2 €.

Es kommt darauf an wie empfindlich ihr seid. Der Großteil meiner Freunde hatte keine Probleme mit dem Essen auf Thailands Straßen. Aber das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wenn ihr also das erste Mal in Asien seid, dann wäre es gut wenn ihr Medikamente gegen Durchfall aus Deutschland mit euch führt. Aber davon habe ich bereits im vorigen Eintrag angesprochen. (Thailand Diary – Day Zero)

« 1 von 2 »

Nachdem wir unsere Bäuche vollgestopft hatten wollten wir noch ein paar Cocktails trinken gehen um unsere Ankunft in Thailand auch gebührend zu feiern. Nur wenige Meter weiter stießen wir auf einen Platz mit vielen kleinen Ständen. Dem Neon Market. Dem Nachtmarkt unseres Viertels „Pratunam“. Man bekommt vieles auf solchen Märkten geboten. Live Music, Straßenkünstler, kulinarische Köstlichkeiten und vieles mehr. Darunter auch gegrillte Insekten~ Unsere Gruppe wollte das unbedingt probieren und kaum das ich mich versah, hatten sie Heuschrecken gekauft die wir dann zu unseren Cocktails gegessen haben. (Die Heuschrecke hat im übrigen nur knusprig geschmeckt. So wie wenn man geschmacklose Chips isst.)

Cocktails in Bangkok kosten ähnlich viel wie hier in Deutschland. Happy Hours sind allerdings länger und teilweise günstiger als bei uns.

Ich muss aber leider sagen, dass diese Art von Markt, sehr teuer sind. Sie sind an die Touristen angepasst. Weniger schöne Streetfood Stände sind wesentlich günstiger. Tut man nämlich nur einen Schritt aus dem Neon Market raus und kauft am Getränkestand einen Orangensaft, dann kostet dieser nur 20 Baht statt 80 Baht. Das ist ein Preisunterschied von 400 %!

Ich hoffe, dass ich euch inspirieren konnte auch einmal Bangkok zu sehen!

Eure Shizuka 静

3 Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here