Thailand – Day four

Tag 4

Das Hauptziel meiner anderen drei Reisebegleitungen war die Insel Koh Lipe. Doch um von Bangkok auf eines der südlichsten Insel des Landes zu kommen musste man sich auf eine etwas längere Reise begeben. Wir machten einen Zwischenstop in Hat Yai und waren erstaunt über die außerordentliche Gastfreundlichkeit unserer Airbnb Hostess.

Wie kommt man nach Koh Lipe?

Viele Wege führen auf die paradiesische Insel Koh Lipe. Übrigens bedeutet „Koh“ (thail.: เกาะ), weswegen ihr oft auf dieses Wort stoßen werdet, wenn ihr wie ich Island-hopping machen wollt. Von Bangkok aus ist der schnellste Weg auf die Insel wie folgt: Mit dem Flugzeug nach Hat Yai, weiter mit dem Bus zum Hafen in Pak Bara und von dort aus mit dem Schiff auf die Insel. ~ Puh! Hört sich ganz schön lang an oder? Yup. Ein weiterer Weg wäre mit dem Bus oder mit dem Zug von Bangkok aus nach Hat Yai und so weiter… Das hört sich noch länger an, oder? Ich hab mich für den schnelleren Weg entschieden. Außerdem mit einer Übernachtung in Hat Yai – einfach weil ich mir die ganze Reiserei nicht geben wollte.

Das Flugticket war schnell gebucht. Etwa 40 € nur Hinflug ohne Gepäck. Mit Gepäck gibt´s nochmal einen Aufschlag. Hier kann man sich auch bei den vielen Reisebüros in Bangkok beraten lassen und direkt mit ihnen buchen. Dann entfällt natürlich auch der Stress sich um weitere Tickets und Zeiten zu kümmern. (Hab ich nicht gemacht…)

Unsere Unterkunft hatte ich mir schon in Deutschland angeschaut – eine Airbnb Unterkunft die einfach zu günstig war um wahr – oder sauber zu sein. Es war nur für eine Nacht, daher nahm ich das Risiko auf mich… und für 25 € die Nacht für 5 Personen ein ganzes Haus? … da konnte ich nicht nein sagen.

Nachmittags ging es dann mit dem Taxi, den unser Hotel für uns organisiert hatte, zum Don Mueang International Airport Bangkok – dem alten Flughafen Bangkoks. Mit Lion Air ohne Getränke oder Snacks flogen wir etwa 1:30 Stunden in das südliche Hat Yai.

Ankunft in Hat Yai

Hat Yai ist die größte Stadt im Süden des Landes und bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Bekannt ist die Stadt aber vor allem aufgrund des liegenden Buddhas. Ich war selbst noch nicht dort und wir hatten auch nur eine Nacht dort geplant, weswegen ich nicht weiter recherchiert hatte.

In Hat Yai angekommen charterten wir uns einen Minibus der uns in die Stadt fahren sollte – bzw. am besten direkt in unsere Unterkunft. Leider erwies sich das als etwas schwierig, denn die meisten Fahrer kennen zwar die größten Hotels der Stadt, aber nicht unbedingt alle Straßen der Stadt. Unser Airbnb war eine Privatunterkunft, doch W-Lan und die Kommunikation mit unserer Hostess regelte das alles. Sie fuhr extra an die Busstation und lotste unseren Bus zum Haus – in der Nähe des Bahnhofs.

Unsere Super Hostess Kanya

Erleichtert, dass wir doch noch an unsere Unterkunft angekommen waren (die Fahrer wussten wirklich nicht weiter und wir standen da bestimmt eine halbe Stunde rum…), fragte uns Kanya ob sie uns die Gegend zeigen sollte, damit wir wussten wo wir uns versorgen konnten. Dankend nahmen wir an, denn wir brauchten Getränke und definitiv etwas zu essen. Ihre Nachbarschaft bestand ausschließlich aus Thais – Ausländer sah man da überhaupt nicht. Alles war sehr familiär und es sah meist nicht so aus als wären es tatsächlich Verkaufsstände. Zuerst gab es eine Kokos-Süßspeise, eingewickelt in Bambusblätter, die unsere Hostess uns ausgab. Der Stand war eigentlich kein Stand, sondern ein offenes Gebäude in dem die Verkäufer auf dem Boden hockend die kleinen Köstlichkeiten einwickelten. Wir wären sicherlich einfach daran vorbeigegangen, wäre Kanya nicht.

Danach ging es an einen Stand bei dem Kanya uns half fünf Gerichte zu bestellen, da die Familie kein Englisch sprach. Dennoch versuchten Sie sehr herzlich mit uns zu kommunizieren. Der Stand war direkt vor dem Haus der Besitzer aufgebaut. Während sie das Essen kochten führte uns Kanya noch an einen Satay Stand um den anderen die verschiedenen Soßen die man für die Hühnerspieße bekommen konnte, zu zeigen – ich kannte das bereits. An einem schlecht beleuchteten Kiosk kauften wir uns noch was zu trinken und waren dann gerüstet für das Abendessen und die kleine Tour durchs Airbnb-Haus.

Unsere Super Unterkunft

Wie schon erwähnt, das Airbnb war unschlagbar günstig. Eine gewisse Skepsis war da schon, doch das Haus das wir gemietet hatten war sauber und so groß! Es hatte drei Schlafzimmer, zwei Bäder, Küche und Wohnzimmer. Ach und ein Balkon gab es auch. Und die Nachbarschaft wurde ja bereits erwähnt. Man hätte da locker für mehrere Tage oder sogar Wochen mit einer Familie Urlaub machen können. Und das für einen Bruchteil des Geldes welches man für ein Hotel ausgeben würde.

Nach dem Staunen saßen wir alle zusammen und verschlagen das eben erst gekaufte Essen restlos! Kurz darauf kam Kanya wieder zurück und teilte uns mit, dass sie für uns die Tickets nach Koh Lipe besorgt hatte – wir hatten sie damit beauftragt, waren aber sehr erstaunt, dass sie das in so kurzer Zeit geschafft hatte. Sie wollte uns am nächsten Morgen abholen und zur Bushaltestelle fahren. So viel Freundlichkeit waren wir gar nicht gewohnt! Aber wir würden uns definitiv am nächsten Tag dafür erkenntlich zeigen.

Wie es dann mit unserer Reise weiterging, lest ihr demnächst!

Bis dahin!

Eure Shizuka 静

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