Scotland – Day four

Tag 4

Bobby, unsere super liebe Airbnb Vermieterin hatte uns empfohlen mit dem Bus statt mit dem Zug zurück nach Glasgow zu fahren. Es ist deutlich günstiger und ist genauso schnell wie die Fahrt mit dem Zug. Wir waren früh auf und konnten es nicht erwarten die schottische Hafenstadt zu erkunden – auch wenn es uns in Inverness so gut gefallen hat.

Bus statt Zug

Wir sind am ersten Tag mit dem Zug mit Scotrail von Glasgow nach Inverness gefahren. Wir hatten nicht daran gedacht zu schauen, ob es mit dem Bus genauso schnell wäre, daher waren wir Bobby dankbar für Ihren Tipp. Wir buchten einen Tag vor unserer Abreise daher ein Bus Ticket, welches uns vom Bahnhof – von dem wir bereits tags zuvor mit der Tour gestartet waren – nach Glasgow bringen sollte.

Natürlich waren wir etwas früher dran und konnten uns beim Travelshop direkt an den Haltestellen etwas zu Frühstücken besorgen. Es gab dort auch ein warmes Frühstück, doch wir entschieden uns für die Option: mit in den Bus nehmen. Und schon waren wir bereit für unser nächstes Abenteuer: Glasgow.

Ich genoss nur teilweise die 3 1/2 stündige Busfahrt von den Highlands zurück in die Lowlands. Hätte ich gewusst was uns erwarten würde, hätte ich wohl die Augen länger offen gelassen… Gut, dass Sakura die -vermeintlich- letzten Highlandbilder geschossen hat, während ich schlief.

Hi Glasgow!

Unsere Freude hielt sich leicht in Grenzen, als wir in Glasgow ankamen. Man merkte direkt den unterschied zwischen Highland und Lowland. Glasgow wirkte so viel grauer und trister als Inverness. Doch wir ließen uns nicht beirren und rollten unsere Trollies Richtung Hotel, welches nicht weit entfernt vom Bahnhof lag. Je näher wir kamen, desto düsterer wirkte die Gegend, auch wenn direkt gegenüber unserem Hotel das riesige Radisson Blu hochragte. Es war der totale Kontrast zu unserer Straßenseite, die eher heruntergekommen wirkte – und auch tatsächlich war. Irgendwie fanden wir den Eingang zu unserem Hotel – dem Alexander Thomson Hotel. Er war nicht wirklich versteckt, aber so unscheinbar und mit dem Rest der heruntergekommenen Gebäude nebenan verschmolzen, dass wir uns erst nicht sicher waren…

Sagen wir es mal so: Ich wollte sparen, die Rezessionen waren okay, die Bilder waren okay. Sakura hat nach dieser Erfahrung beschlossen, niemals mehr wegen eines Hotelzimmers zu sparen. Um es kurz zu machen: Das Zimmer war schrecklich. Das Bad samt Badewanne hab ich nur mit meinen Flipflops betreten. Das Fenster konnte nicht richtig geschlossen werden. Das Einzige was dort wirklich gut war, war das Frühstück. Große Auswahl und es hat sehr gut geschmeckt. Zu unserem Erstaunen waren sogar sehr viele Gäste in dem Hotel… Jedenfalls gibt es keine Bilder vom Hotel.

Sightseeing Bus

Nach dem Schreck und einigen tröstenden Worten an Sakura, beschlossen wir das Hotel zu verlassen und auf Erkundungstour zu gehen. Es konnte ja nicht sein, dass Glasgow so schrecklich zu uns sein konnte, oder? Gleich gegenüber – direkt am Radisson Blu Hotel, dass uns fast schon höhnisch mit seinen blitzblanken Fenstern entgegenleuchtete (und ja, Sakura spielte mit dem Gedanken einfach dort einzuziehen – aber wir konnten uns das einfach nicht leisten) – befand sich eines der Hop-on-Hop-off Sightseeing Bushaltestellen. Eine Tageskarte ist nicht ganz günstig, aber war es uns Wert um die Stadt ein wenig kennenzulernen, außerdem fing es gleich nach unserem Einstieg an zu Regnen – also alles richtig gemacht.

Erst zu spät erfuhr ich, dass man in den meisten Museen kostenlos reinkam. Und die Museen sahen von Innen noch viel besser aus als schon von Außen. Leider sind wir kein einziges Mal in eines gegangen. Und nur deswegen würde ich Glasgow noch einmal besuchen gehen. Ansonsten hatte die Stadt es nicht geschafft uns zu bezaubern, wie es Inverness getan hatte oder Edinburgh noch tun würde.

Austeigen bitte~

Am George Square stiegen wir aus – dem Ausgangspunkt der Hop-on-Hop-off Busse. Glücklicherweise hatte es genau dann auch angefangen wieder aufzuklaren, sodass wir weiterhin trocken bleiben konnten. Wir hatten vor in der Stadtmitte zu Bummeln und uns Anschließend auf Futtersuche zu begeben. Schon vom Bus aus konnten wir viele geschlossene und heruntergekommene Läden sehen. Auch in der Stadtmitte war das Bild nicht viel anders. Anscheinend wurden viele der Gebäude einfach nicht renoviert – so wie man es auch in unserem Hotel erkennen konnte. Aber nicht alles war hässlich. Es gab viele schöne Fassaden zu sehen! Und die vielen Museen sollte man auch nicht außer Acht lassen.

Glasgows Kuriosität Nummer 1 ist: die Statue des Dukes of Wellington. Warum? Weil er seit den 1980er Jahren ständig einen Leitkegel auf dem Kopf hat. Warum das so ist? Irgendwer hat damit angefangen und es hörte einfach nicht mehr auf. Egal wie oft die Stadt den Kegel bereits entfernen ließ, der Kopf des Dukes blieb nie länger als ein paar Tage Schmucklos. In 2013 wurde sogar geplant den Sockel zu verdoppeln um die Randalierer davon abzubringen wieder einen Leitkegel anzubringen. Doch die Bürger protestierten und es blieb alles beim Alten.

In Schottland indisch essen

Ja, das sollte man auf jeden Fall! Auf den britischen Inseln ist das indische Essen sehr beliebt und ist auch nicht vergleichbar mit dem indischen Essen, welches man in Deutschland bekommt. Hier denkt man sich größtenteils: schmeckt alles gleich, wenn nicht scharf dann mild, aber alles die gleiche Pampe irgendwie. Aber eigentlich ist das nicht so!

Sakura und ich entschieden uns, TripAdvisor zu vertrauen und ein sehr gut bewertetes indisches Restaurant in Glasgow aufzusuchen – dem KoolBa. Leider weiß ich einfach nicht mehr was wir alles bestellt hatten… denn ich erinnere mich nur noch daran, dass es das beste indische Essen war, dass ich je schmecken durfte. Ich glaube, dass ich Sakura Butter Chicken (mildes Hähnchencurry auf Tomatenbasis) empfohlen hatte und ich mich für Palak Paneer (Spinat mit indischem Käse) entschieden hatte. Irgendwas hatte uns die Bedienung noch empfohlen – Kichererbsen auf einem Fladen. Natürlich gab es dazu Butter Garlic Naan, einem Fladenbrot. Alle Gerichte waren einfach nur himmlisch und sehr zu empfehlen!

Am liebsten wären wir einfach dort geblieben, denn auch das Ambiente war sehr sauber und ansprechend – nicht wie das Kabuff in das wir zurückkehren mussten. – Und das reicht jetzt auch mit dem Rumgeheule über unsere „Unterkunft“…

Bis zum nächsten Posting!

Eure Shizuka 静

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