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Review: Yakitori – Mokunensan Teil 2

Mokunensan

Schon vor einigen Monaten habe ich das Mokunensan, welches ich von meinem Sponsor Yakitori bekommen habe, ausprobiert (Review: Yakitori – Mokunensan Teil 1), allerdings war ich nicht mehr dazu gekommen es weiter auszutesten. Etwas verspätet habe ich nun für euch den zweiten Teil des Reviews zu der Modelliermasse Mokunensan, welches hauptsächlich aus Holz besteht.

Hier noch einmal zur Erinnerung, was Mokunensan eigentlich ist und wie es aussieht:

Der Name setzt sich aus Moku = Holz und Nen = Knete zusammen. Wie der Name also schon sagt, handelt es sich um Modelliermasse die aus Holzmehl besteht und sich formen lässt.

Das Gute daran:

ohne chemische Zusätze
aus nachwachsendem Material
Luftrocknend
mit etwas Wasser oder mit Hilfe der Mikrowelle nach kurzer Bearbeitungspause wieder knetbar
klebt nicht
Schleifbar
bemalbar
fest und leicht wenn es trocken ist

Im Paket befand sich außerdem noch eine Sonerausgabe der Cohaku in der sie beschreiben wie man Hörner aus Mokunensan herstellen kann.

Walzen

So wie Teig, kann man natürlich auch das Mokunensan walzen. Am besten geht das natürlich mit einem Nudelholz. Was ich damit vor habe – eine Maske modellieren die dünn und vor allem leicht werden würde. Mokunensan hat nach dem aushärten nämlich die Eigenschaft extrem leicht zu werden.

Das Walzen funktioniert wie mit Teig ganz gut. Es klebt nicht zu sehr am Nudelholz und bedarf keiner weiteren Zusätze.

Nach dem Walzen am besten auf euer eigenes Gipsgesicht legen um es an euer Gesicht anzupassen – da ich das aber nicht habe musste ein Styroporkopf her. Am besten schneidet ihr vorher aus Papier eine Vorlage wie die Maske aussehen sollte und legt sie auf das Mokunensan. Fahrt mit einem Stift drum rum und schneidet das Mokunensan am besten mit einer Schere um klare Kanten zu bekommen. Die Augen müsst ihr leider mit dem Messer oder mit dem Stift herausschneiden. Keine Sorge die unsauberen Kanten lassen sich mit dem Schleifen entfernen.

Trocknen

Das Aushärten der Maske dauerte ein bisschen mehr als 24 Stunden, allerdings hatte ich es auch auf dem Styroporkopf gelassen. Es trocknet schön an, aber auf der Seite an die keine Luft kam war es noch feucht und konnte leicht verbogen wergen. Daher dreht die Maske um wenn die Vorderseite trocken ist – dann kann sie sich auch nicht mehr verformen.

Schleifen

Ich hatte ja schon einige Figuren gebastelt, allerdings hatte ich zu Anfang kein richtiges Schleifpapier, daher musste die Nagelpfeile herhalten. (Was auch gut war, da die Figuren und Schlüsselanhänger sowieso klein waren.) Auch das Schleifen funktioniert einwandfrei und das Mokunensan wird ein klein wenig heller damit. Kleine Unebenheiten und Risse lassen sich damit auch schön wegschleifen.

Gliedmaßen ankleben

Beim letzten Versuch hatte ich ja schon gelernt, dass Figuren zu modellieren die nicht aus einem Stück bestehen, etwas schwierig zu machen sind. Die Ohren des Teddy-Schlüsselanhängers hatte ich auch erst nachträglich ankleben können als der Kopf schon ausgehärtet war. Allerdings auch nur richtig in dem ich auf der Rückseite Überschüssiges Material auf das ausgehärtete Mokunensan aufgestrichen habe. Diesmal wollte ich es direkt versuchen, allerdings klebte es wieder nicht. Aus lauter Verzweiflung habe ich es dann auf das ausgehärtete Material verschmiert und somit ummantelt. Die weiteren Komponenten dann hinzuzubappen hat dann besser geklappt. Also merke: Auf weichem Material funktioniert es nicht, weil sich durch das andrücken alle modellierten Komponenten verformen und Wasser Mokunensan nicht klebriger macht. Allerdings funktioniert es bei härterem Material besser, nur muss es dann mit weiterem Mokunensan bestrichen sein, damit es haften bleibt – ziemlich aufwendig.

Bemalung

Ich hab meine Kunstwerke mit Acrylfarbe angemalt. Das braun des Mokunensan scheint noch durch, aber beim zweiten anmalen sieht man schon nichts mehr. Grundierung ist also für ein perfektes Ergebnis von Nöten. Das hatte ich aber schon in dem ersten Teil angesprochen. Ansonsten funktioniert das ganz gut.

Bohren

Die Hörner werde ich wohl an einen Haarreif befestigen indem ich sie verschraube, daher hieß es – bohren. Natürlich kann man eine Schraube nicht einfach so da reinbohren, sonst verletzt man sich die Finger. Also hab ich erst ein kleines Loch hineingebohrt – mit dem Schraubenzieher. Das ging erstaunlich einfach. Auch das anschließende hineinschrauben ging sehr einfach, allerdings ist das Material ganz leicht bröckelig. Da ich sowieso nicht die passende Schraubenlänge hatte und Angst hatte, sie zu schief hineinzubohren, bleibt sie erstmal so, bis ich perfekte Schrauben gefunden habe. Bohren geht also sehr einfach mit dem Mokunensan!

Bekleben

Für die Maske habe ich Blumendeko und später, wenn ich Organza gekauft habe, auch Organza Mundschutz vorgesehen. Ich bin mit der Heißklebepistole an die ganze Sache rangegangen und es funktioniert super. Auch auf der Rückseite, die unbemalt ist, ließ sich das Moosgummi sowie die Bänder gut anbringen. Alles hält und fällt nicht ab.

Fazit

Kommen wir nach dem Teil 2 des Reviews zu einem abschließenden Fazit. Einige Punkte die ich im Teil 1 bereits bewertet habe sind gleich geblieben. Allerdings musste ich Abzüge bei der Konsistenz des Materials machen. Denn selbst nach dem trocknen ließen sich frisches Mokunensan nicht ankleben. Das wäre nur zu lösen, wenn man sie mit einem Klebstoff ankleben würde. Oder aber man macht es aus einem Stück und schleift sich die Figur aus einem Stück heraus. Kleine Dinge zu modellieren ist auch etwas umständlich, da das Material nicht für kleine Details eignet. Wenn muss man es zurechtschleifen.

Das Schleifen und anderweitig bearbeiten nachdem das Material getrocknet ist, funktioniert sehr gut und ist nicht zu beanstanden! Es ist weicher und leichter als Holz und ist schnell und einfach geschliffen. Das Schnitzen habe ich aufgrund fehlender Werkzeuge nicht getestet. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das auch geht, wenn man vorsichtig ist, denn das Mokunensan scheint mir etwas bröckelig. Dennoch verliert es nicht an Form oder zerbricht wenn man es ausrollt und trocknet (siehe Maske).

Ansonsten ist es ein super Werkstoff und vielseitig verwendbar. Faszinierend ist natürlich auch das Gewicht nach dem trocknen! Ergiebig ist die Packung ebenfalls.

Mokunensan ist besonders interessant wenn das was man macht aus einem Stück gemacht und leicht sein soll.

Mokunensan

Preis- Leistungsverhältnis
Umweltschonend
Konsistenz
Modellierfähigkeit (vor dem Aushärten)
Struktur
Gewicht (nach dem trocknen)
Verarbeitung nach dem trocken

Gut!

Nach dem ich das Mokunensan nun ausgiebig getestet habe und dabei alles was mir so eingefallen ist getan habe, fasse ich nochmal zusammen wie es mir gefallen hat.

Das wars auch schon von mir über das Mokunensan. Falls ihr noch Fragen dazu habt, dann schreibt mir sehr gern!

Bis dahin: Bis bald!

Shizuka 静

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