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~Japan Diary – Day thirteen

Tag 13

Viel haben wir an diesem Tag nicht gemacht. Auf dem Plan standen nur zwei Termine – Akihabara und mit Koji essen gehen. Warum nur diese zwei Punkte drauf standen? Naja, ich dachte mir in Akihabara gibt es genug für mehrere Tage zu sehen. Richtig recherchiert was genau ich dort sehen wollte habe ich nicht – sonst wäre ich wahrscheinlich nicht mit einem Jahr Vorbereitung durch gekommen, deswegen war es eines dieser „einfach drauf los Tage“.

Electric Town

Akihabara wird auch Electric Town genannt, da sie eine hohe Dichte an Leuchtreklamen besitzt und außerdem Unmengen an elektronischen Geräten dort verkauft werden. Wir waren leider nicht Abends dort um uns die farbenfrohen Reklamen ansehen zu können… und leider war das Wetter etwas grau. Dennoch konnte man erahnen wie bunt es dort normalerweise zu ging. Tja… und was macht man so in Akihabara?

Natürlich! In die vielen Anime/Manga Merchandise Paradise versinken. Ein Laden nach dem anderen sind aufeinandergestapelt und betritt man ein solches, bekommt man es mit der Platzangst zu tun, falls man denn eine hat. Die Läden sind bis obenhin vollgestopft mit Otaku-Stuff! Wahrscheinlich kann man allein in einem Laden einen ganzen Tag verbringen… Sakura und ich haben es geschafft ein paar Bilder zu schießen ehe ein Mitarbeiter uns bat, keine zu machen. Merkt euch also: Keine Bilder in den Läden!

Nicht nur Merchandise gibt es da. Natürlich auch jede Menge Mangas, gefühlte doppelte Menge an Doushinjis und Animes. Und natürlich die dazugehörigen Soundtrack CDs oder Alben der jeweiligen Künstler. SO VIEL!

Wie ihr sicher wisst ist Japan führend was die Produktion von Animes (Zeichentrickfilme) und Mangas (jap. Comics) angeht. (Möglicherweise schütteln einige Anime/Mangaliebhaber gerade den Klopf beim Lesen meiner „Übersetzung“, denn es gibt so viele Meinungen bezüglich den Begriffen Anime und Manga, wie sie erklärt oder übersetzt werden sollten. Ich allerdings beziehe mich auf die japanische Erklärung.) Wahrscheinlich kennen die meisten aus der Anime/Manga Szene diesen Stadtteil von Tokyo, da dieser mehr oder weniger als Otaku Mekka gilt. Allerdings gibt es auch in Ikebukuro und Nagano (eher Retro-Merchandise) viele Merchandiseläden!

In Akihabara stehen aber noch das AKB 48 Café & Shop als auch das Gundam Café (beide ganz in der Nähe des Bahnhofs). Da Sakura und ich weder AKB48 und Gundam Fans sind und das schon von weitem danach schrie ne Menge Geld zu verschlucken, sind wir nicht reingegangen. Stattdessen sind wir nur die Hauptstraße und ein paar Seitenstraßen entlanggeschlendert. Maid Cafés haben wir dort natürlich auch genügende gesehen. Wahrscheinlich war das Wetter zu mies oder die Zeit stimmte nicht oder der Wochentag war nicht so populär dafür – aber wir haben nur wenige Maids gesehen die für ihr Café warb. Aber auch da sind wir nicht reingegangen. (Außerdem glaub ich dass nur Männer da rein gehen…)

Ich glaube, an diesem Tag haben wir das Mittagessen schon wieder ausfallen lassen. Jedenfalls gibt es auch hier kein Foto vom Essen. Wir waren einfach von Kyoto total erledigt – immer noch. Ich meine mich zu erinnern, dass wir spät Nachmittag hunger bekamen aber uns sagten, dass wir bald Koji zum Dinner treffen würden. Daher haben wir es höchstwahrscheinlich einfach gelassen etwas zu essen. (Ich jedenfalls hatte mich an den Milliarden von Mangas und Merchzeug satt gesehen~)

Freundschaften

Bevor ich nach Japan flog hatte ich gut ein Jahr davor dieses dringende Gefühl hinfliegen zu müssen. Daraufhin habe ich mich auf Interpals registriert um mich mit Japanern auszutauschen. Koji gehörte zu den ersten die sich mit mir anfreundeten und auch über dieses Jahr hinweg Freunde blieben. Er war sehr interessiert an meinen Plänen und warf viele Informationen für mich ein. Er suchte sogar nach möglichen interessanten Spots für mich. Außerdem half er mir sogar ein wenig bei meinem Buch das ich aktuell immer noch schreibe. (Ich konnte mir nicht vorstellen wie eine Burg von Innen aussah und egal welche Wörter, ob englisch oder deutsch, ich in Google eingab – es kamen so wenige Infos und Bilder dabei raus. Und auch die unterschiedlichen Gewänder der Sengoku Jidai. Hat er alles für mich rausgesucht.) Ums kurz zu machen ist er ein sehr guter Freund geworden und an diesem Tag traf ich ihn zum ersten Mal.

Er hatte uns gebeten zur Jinbocho Station zu fahren und dort auf ihn zu warten. Eine nützliche Information für Stationen wäre noch, dass sie zwar mehrere Ausgänge haben, aber diese nummeriert sind und man sich so viel leichter treffen kann! Wirklich ziemlich innovativ. Manchmal wünsche ich mir das auch in Deutschland… vor allen in Frankfurt bei einer ganz bestimmten Haltestelle die ich mittlerweile meide, weil sie so weitläufig ist und mehrere Ausgänge hat die alle gleich aussehen und die gleichen Straßennamen tragen, weil die Straße so breit ist…

Ich staunte nicht schlecht als Koji dann auftauchte… Er war überraschend groß… so groß dass er sich ein wenig klein gemacht hat damit es nicht zu doof auf dem Foto aussah.

Zarusoba

Weil Koji natürlich wusste, dass ich Soba am liebsten aß, hatte er ein Soba Restaurant ausgesucht um mit uns essen zu gehen. Das Restaurant hatte diese alten japanischen Herde. Natürlich nur als Deko, aber es sah sehr nett aus. Um kurz zu erklären was Soba eigentlich ist: Buchweizennudeln die sowohl kalt als auch warm gegessen werden. Er bestellte spezielle Algen Zarusoba (kalte Nudeln) mit Tempura für uns drei. Ich hatte noch nie Zarusoba gegessen weil ich mich  nicht getraut hatte. Ich las sogar einmal wie man es aß! Aber da ich einen Japaner dabei hatte konnte nichts schief gehen!

Und weil ihr vielleicht auch in diese Situation kommen werdet und ich euch nicht unvorbereitet Zarusoba essen lassen kann~ Hier ein kleines How to eat Zarusoba:

  • Sobayu: Der Soyasoßendip welcher in einer Schale oder Tasse gereicht wird – ihr macht je nach Geschmack ein paar Lauchzwiebelscheiben hinein
  • fischt einen Bund Sobanudeln auf euren seperaten Teller
  • tunkt davon einige Nudeln in den Dip und esst~ (schlürfen auch hier erlaubt!)
  • Tempura dazu essen, die müssen nicht eingetunkt werden.
  • wenn ihr fertig seid und keine Nudeln mehr übrig sind, dann bekommt ihr heißes Wasser
  • dieses Wasser gießt ihr in das noch übrig gebliebene Sobayu
  • trinkt aus! Schmeckt lecker!

Wenn ich daran denke~ Es war so gut!

Nihonshu

Wusstet ihr, dass der Begriff Sake  in Japan für Alkohol steht? Nicht nur „japanischen Reiswein“ wird damit gemeint, sondern generell Alkohol. Sake wie wir ihn eigentlich meinen heißt Nihonshu 日本酒. Das war mir bis vor ein paar Monaten gar nicht bewusst gewesen bis ein japanischer Freund den ich durch meine Stadt rumgeführt hatte, mir das erklärte. Naja… er erklärte mir eher, dass er nicht verstanden hatte warum so viele Deutsche ihm ständig sagten dass sie Sake mögen. Immerhin war für ihn selbstverständlich, dass viele Menschen Alkohol mögen. Natürlich war ich erstaunt und er klärte mich daraufhin auf. Und nun wisst ihr es auch!

Was Nihonshu mit dem heutigen Eintrag zu tun hat? Koji bestellte Nihonshu als Absacker für den Abend. In Deutschland hatte ich zum ersten Mal welchen getrunken und mochte ihn, weil es leicht und etwas süßlich schmeckt. Lustig war, dass Koji den gleichen bestellte den ich zum ersten Mal in Deutschland getrunken hatte. Nämlich den Kubota. Auch diesesmal tranken wir ihn kalt und wir bekamen ihn auch in einem Lackbehälter serviert wie in Deutschland auch. Mit dem Unterschied, dass die Bedienung den Nihonshu direkt vor unseren Augen einschenkte und genau da wurde mir mein fataler Fehler bewusst! Die Kellnerin ließ den Nihonshu über das Glas in den Lackbehälter fließen bis dieser randvoll war. Koji erklärte, dass es eine Kunst sei beide Behälter voll zu bekommen ohne Nihonshu zu verschütten. Das erste Mal als ich Nihonshu trank wusste ich nicht, dass in dem Lackbehälter auch Nihonshu enthalten war… Ich war der Ansicht, dass es sich um kaltes Wasser handeln musste und ließ es unberührt. Das stimmt allerdings nicht! Koji sagte, dass man so zweimal trinken konnte.

Hätte ich das schon beim ersten Mal gewusst… übrigens war Koji sehr überrascht als ich wusste was für ein Nihonshu es war. Er bezeichnete mich als Expertin… aber nein, ich hatte bis dato nur drei Nihonshu probiert.

Nachdem wir uns die Rechnung geteilt hatten machten wir noch einen Karaokeabend aus, bei der Gelegenheit ich Koji sein Omiyage überreichen wollte, welche ich vergessen hatte. Bier, Nutella und Gummibärchen~

 

Ja~ So viel haben wir an dem Tag nicht gemacht. Aber er war dennoch Erinnerungswürdig. Ich mein ich könnte euch versuchen aufzuzählen was für Merchandise von welchem Anime/Manga ich alles gesehen habe… aber dann wäre ich … sehr sehr sehr lange beschäftigt. Das meiste kannte ich noch nicht einmal! Ich stand bloß einmal vor einer Ablage mit Heften. Keine Mangas im klassischen Sinne, sondern dünne große Hefte. Die Cover kamen mir alle so bekannt vor und ich kram und kram um Sakura irgendwann sagen zu können: Schau das kenn ich! Bis ich dann mal reingeblättert hatte. Ehm ja~ Ich stand vor einer Yaoi Doushinji Ablage… (Gut dass ich jetzt einfach aufhören kann :x)

Eure Shizuka 静

 

 

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