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~Japan Diary – Day eleven

Tag 11

Ich hab lange nichts mehr geschrieben, was daran liegt, dass ich derzeit wieder in der Klausurenphase bin und außerdem noch andere Dinge zu erledigen habe. Gestern war ich allerdings mal Ramen essen! Und zwar im neuen Ramenshop Ramen Jun in Frankfurt am Main. Lest doch in den Beitrag rein, den ich dazu geschrieben habe! Kurz für Euch: Es schmeckt wie in Japan einfach göttlich! So! Nun aber zu dem Diary Eintrag!

Ikebukuro am Morgen

Der Tag war nicht so ereignisreich wie die vorangegangenen oder die noch bevorstehenden. Warum? Naja, wir waren mit dem Bus gegen 22 Uhr von Osaka Umeda Skybuilding abgefahren und kamen gegen 8 Uhr in Ikebukuro Sunshine City an. Kurz vor Sunshine City hielten wir vor dem Gebäude an, warum weiß ich nicht genau. Sakura und ich konnte nicht viel schlafen und ich linste aus dem Fenster. Es war taghell und ich entdeckte einen kleinen Park mit vielen vielen Katzen. Mikedie hatte mir schon vor dem Urlaub Bilder dieses kleinen Parks in Ikebukuro gezeigt. Jedenfalls denke ich, dass es dieser Park ist. Es tummelten sich Katzen dort und ich wäre gern dorthingegangen, vergaß es aber vor Müdigkeit wieder. (Falls ihr hin wollt, er ist ganz in der Nähe des Sunshine City Buildings.) Als wir endlich ins Busterminal einfuhren und ausstiegen, machten Sakura und ich uns direkt auf dem Weg zurück nach Takenotsuka wo Shu und seine Tatamiräume mit Futons auf uns warteten.

Ikebukuro war morgens friedlich und es waren kaum Menschen unterwegs. Wahrscheinlich waren wir einfach viel zu früh angekommen. Stören taten wir uns nicht daran, weil wir sowieso total kaputt waren.

Als wir endlich gegen 11 Uhr bei Shu ankamen begrüßte er uns herzlich zurück „zu Hause“. Wir waren etwas überrascht, weil wir dachten dass er arbeiten müsste, doch er erklärte, dass an diesem Tag Feiertag sei. Das erklärte dann auch die halb leeren Straßen Ikebukuros. Um genau zu sein handelte es sich um den Tag der Ehrerbietung vor dem Alter (敬老の日 Keiro no hi). Shu ließ uns Zeit uns auszuruhen sagte nur, dass wir gegen Mittag losgehen sollten da er uns gern ein wenig die Stadt zeigen wollte. Wir hatten außerdem noch nichts gegessen gehabt… aber die Müdigkeit und die super komfortablen Futons siegten!

Stadtrundführung im Schnelldurchlauf

Als wir dann losgingen waren wir ausgeruht, dafür aber hungrig. Zu erst gingen wir durch eines der größten Parks Tokyos, dem Toneri Park. Er ist kaum bekannt und noch sehr neu. Ist aber schon jetzt größer als der Yoyogi Park in der Stadt. Shu hatte früher irgendetwas mit Mode oder Design studiert und liebte Stoffe. Daher zeigte er uns einen Teil Tokyos der auch „Fabric Town“ genannt wird, nämlich Nippori. Unzählige Stoffläden befinden sich dort und Shu führte uns in einen Papershop in dem ich mich direkt verliebte. Ich kaufte dort Briefpapier und Umschläge. Leider nicht sehr günstig, aber von hoher Qualität. Die Straßen von Nippori sind sehr interessant und ich hätte mich dort am liebsten etwas länger aufgehalten, denn hatten nicht den Flair einer Großstadt, sondern vom wirklichen Japan. Kleine quirllige Häuser und traditionelle Restaurants standen dort. Essenstände die allerlei Leckerein anboten gab es dort natürlich auch. Leider haben wir nicht viele Fotos gemacht, da wir relativ schnell durch gegangen sind. Es lohnt sich alle mal dort etwas länger zu verweilen. Shu erklärte uns außerdem den Grund, warum an den meisten Häusern Wasserflaschen aufgereiht wurden. Angeblich soll die Reflektion des Wasser Katzen davon abhalten in die Nähe zu kommen. Aber Shu sagte nur: „Cats don´t even care about it.“ Einleuchtend. Jetzt wisst ihr auch warum Japaner Wasserflaschen aufreihen, wenn ihr sie seht – und ihr werdet sie überall sehen!

Nach unserem Trip nach Nippori machten wir noch einen Abstecher nach Ueno zur bekannten Ameyoko Straße. Der Einkaufs- und Imbissmeile Uenos. Ein Wirrwar aus Souveniershops (in Japan schenkt man sich vornehmlich Süßigkeiten als Mitbringsel, sei es Obst oder Gebäck) und Imbissständen wie man es vielleicht von anderen Teilen Asiens kennt sind dort zu finden. Shu führte uns zu einem größeren Souvenirladen wo alles um etwa die Hälfte günstiger war als an der Haupteinkaufsstraße. Fragt mich aber nicht wie man da hin kommt. Das war so verwirrend… Es lag jedenfalls in einer Seitenstraße, zwar nicht wirklich versteckt, aber man würde es ohne Vorkenntnisse der Preise nicht bemerken, weil es genauso wie die anderen Stände auch aussah. Dann zeigte er uns noch einen Korokke Verkaufsstand den er uns empfahl. (Ich hatte Glück, wenigstens das wiedergefunden hab.)

Okonomiyaki

Nach dem etwas anstrengenden Marsch durch Tokyo war es bereits dunkel geworden und Sakura und ich hatten hunger. (In Japan stellt man die Uhr nicht zurück wenn die Sommerzeit anbricht, weswegen die Sonne schon um 6 Uhr aufgeht und um 17 Uhr untergangen ist.) Asakusa war unser letzter Stop für diesen Tag, dort nämlich befand sich das Okonomiyaki Restaurant in das uns Shu einlud. Er erzählte, dass das Restaurant sehr bekannt für seine Okonomiyaki sei und dort schon viele Stars gegessen hätten. Innen war es traditionell eingerichtet und es war auch sehr alt. Man saß auf dem Tatami und vor einer Herdplatte. Wie man Okonomiyaki zubereitet und was es ist, habe ich bereits in diesem Beitrag erklärt.

(Edit: Ein Leser hat mir gesagt wie das Okonomiyaki Restaurant hieß und ich hab ein bisschen gegoogelt und fand heraus, dass sie schon seit 1937 Okonomiyaki servieren. Das Restaurant heißt „Sometaro“ und kann bei Google Maps gefunden werden.)

 

Shu bestellte eine Vorspeise die aus Jakobsmuscheln und Gemüse bestand. Ich wusste nicht wie gebratener Kürbis schmeckte ehe ich es dort aß! Sehr empfehlenswert! Und natürlich waren die Jakobsmuscheln sehr lecker.

Die Okonomiyaki gab es in verschiedenen Variationen. Mit Curry, mit Natto und anderen Dingen. Man legte nicht noch etwas darauf, sondern die Zutaten waren alle schon im Teig enthalten. Dieser kam in einer Schüssel an den Tisch und man mischte ihn selbst und briet ihn auch selbst (anders als in Kyoto). Zu guter letzt gab es noch Yakisoba (gebratene Nudeln).

Getrunken haben wir Highball (Whiskey mit Soda) und Umeshu (Pflaumenwein mit Soda). Mir schmeckte Highball nicht wirklich, obwohl das in Japan sehr beliebt ist. Ich blieb lieber bei Umeshu. In dem Restaurant war es durch die Hitze der Herde und auch der Außentemperatur brütend. Aber jeder Tisch hatte einen Ventilator. Das Erlebnis war unglaublich toll, da wir richtig japanisch aßen. Das Okonomiyaki war außerdem kein Vergleich zu dem fertig gebackenen aus Kyoto. Wahrscheinlich lag das auch nur an den Okonomiyaki-Back-Skills unseres Chefkochs Shu.

Im Restaurant waren sehr wenige Gaijins (Ausländer), was wohl daran lag, dass es kein englisches Menü gab und man die Okonomiyaki selbst ausbacken musste. Eine Gruppe Ausländer waren mit einer Japanerin da, aber Shu flüsterte, dass die schon total genervt war alles erklären zu müssen – anders wie er. Denn es gibt je nach Region unterschiedliche Ausbackvariationen. In Kansai grillt man die Okonomiyaki zu einem dickeren Pfannkuchen. In Kanto bzw in Tokyo macht man sie platt. Ich denke es ist möglicherweise nur Geschmackssache, aber Shu erklärte, dass die Tokyoter einfach nur keine Ahnung haben wie man Okonimiyaki richtig zubereitet. (Er selbst ist Tokyoter und bekam von einem seiner Kansai-Vorgesetzten auf den Deckel, weswegen er es dann richtig lernen musste. Hehe)

Asakusa bei Nacht

Nachdem wir leicht angetrunken und satt das Restaurant verließen schlug Shu vor noch einen kleinen Verdauungspaziergang zu machen und uns Senso Ji bei Nacht anzusehen. Wir waren bis zu diesem Tag noch nicht bei Tag da, aber ich Spoiler ein wenig und sage jetzt schon: Bei Nacht sieht er atemberaubend schön aus. Außerdem ist es dann auch nicht so voll! Ihr solltet da unbedingt mal bei Nacht hingehen wenn die Geschäfte geschlossen haben. Auch die weiteren Gassen um den Senso-Ji sind bei Nacht sehenswert.

Auf dem letzten Bild könnt ihr den „Don Quijote“ sehen. Das ist eine Einkaufskette mit einfach ALLEM drin! Ihr werdet einfach alles finden was ihr benötigt oder auch nicht.

Jup, danach gings eine Stunde mit dem Zug nach Hause wo Shu uns noch mehr Sake und Yuzu-Shochu einschenkte. (Er hatte mitbekommen, dass wir Yuzu mögen und hat deswegen extra Yuzu-Shochu gekauft um mit uns zu trinken.)

Bis demnächst!

Eure Shizuka 静

 

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2 comments

  1. Schickes Shirt, Shu! 😉 Hach, Okonomiyaki hätte ich auch mal wieder gerne. *_*

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